Ist das nicht ein schöner Romantitel? In unseren Gesundheitsmagazinen bringen wir ein Interview mit der Autorin Ulrike Hartmann. Die Roman-Debütantin erzählt uns, wie ihre Romanfiguren entstehen. Hier ein kleiner Auszug:

Frau Hartmann, Sie sind selbst Kleingärtnerin. Gräbt man in der Erde und plötzlich ist da die Idee zu einem Roman? Oder haben Ihre Gartennachbarn Sie zu der Geschichte inspiriert?

Ulrike Hartmann: Meine Gartennachbarn sind prima, da kann ich nichts Aufregendes erzählen. Das würde für einen Roman nicht taugen. Aber bei der Gartenarbeit habe ich tatsächlich immerzu Ideen. Es hat ja etwas Meditatives, mit den Händen in der Erde zu buddeln, die frische Luft zu atmen und die Vögel singen zu hören. Da kommen mir die besten Eingebungen. An manchen Tagen renne ich ständig zwischen Gartenbeet und Schreibtisch hin und her.

Wie ist beispielsweise die Hauptfigur entstanden? Gibt es dazu Vorbilder im echten Leben? Ist etwas Autobiografisches dabei?

Ulrike Hartmann: Was Anna und ich gemeinsam haben, ist die Liebe zum Schrebergarten. Mir ist vor Jahren ein Grundstück angeboten worden, das Annas Garten sehr ähnlich ist. Es war völlig verwildert, über und über mit Rosen bewachsen. Ein Apfelbäumchen trug rot leuchtende Früchte. Ich verliebte mich sofort – und war sehr unglücklich, als ich Tage später die Laube von innen besichtigen konnte. Sie war völlig verkommen. Ich habe diesen Garten nicht gepachtet und mich für einen anderen entschieden. Ich habe mich aber immer gefragt, was passiert wäre, wenn die Laube nicht so verfallen gewesen wäre.

(Portrait Ulrike Hartmann Copyright Ruth Frobeen)