Nach einer Herzerkrankung ist es wichtig, körperlich wieder fit zu werden und das auch zu bleiben. Peter Schmitz hat sich für die Herzsportgruppe des Krankenhauses Düren entschieden, um dort regelmäßig zu trainieren. Im Jahr 2009 war das. Heute, acht Jahre später, ist Peter Schmitz ein sportlich fitter Senior – und nach wie vor regelmäßig dabei, wenn seine Herzsportgruppe sich im Gesundheitszentrum zum Training trifft. In den Herzsportgruppen des Vereins zur Förderung des Gesundheits-, Präventiv- und Rehasports e.V. im Gesundheitszentrum des Krankenhauses Düren treffen sich Herzpatienten, um durch gezieltes Training körperlich fit zu werden und zu bleiben. Mittlerweile gibt es 13 Herzsportgruppen, unterteilt in drei Leistungsgruppen. Für Herzsportteilnehmer, die zudem unter Diabetes oder einer arteriellen Durchblutungsstörung in den Beinen leiden, hat der Verein vor kurzem eine eigene Gruppe aufgemacht, um noch gezielter auf die Bedürfnisse dieser Sportler eingehen zu können.
Die Herzsportstunde beginnt mit einem pulsgesteuerten Ausdauertraining, das individuell auf den einzelnen Teilnehmer abgestimmt ist. Weiter geht es mit Übungen zur Verbesserung der Koordination und der Beweglichkeit. Es folgt ein Muskelaufbautraining, bei dem die Teilnehmer je nach Belastungsfähigkeit mit Gewichten, Hanteln, Thera-Bändern oder Stäben arbeiten. Zum Abschluss der Stunde werden die beanspruchten Muskelgruppen gedehnt, manchmal gibt es dazu noch eine kleine Entspannungseinheit. „Schön ist, dass mir die betreuende Ärztin Frau Dr. Flaßhove
oder die Herzsportübungsleiterinnen alle Fragen zu meiner Erkrankung beantworten können“, sagt Peter Schmitz. Damit kein Herzsportteilnehmer beim Training über- oder unterfordert wird, hält der Herzsportübungsleiter unter Aufsicht der Ärztin die aktuelle Verfassung sowie die Trainingsbelastung jedes einzelnen Teilnehmers fest. Dranbleiben ist wichtig, das hat auch Peter Schmitz gemerkt: „Ich habe damals nach Ablauf meiner ersten Verordnung aufgehört. Doch man tut tatsächlich nur dann etwas, wenn man einen festen Termin hat. Nach einem Jahr ohne Training
habe ich gemerkt, dass meine körperliche Fitness wieder zurückging. Darum habe ich mit einer neuen Verordnung wieder angefangen.“ Er sei durch den regelmäßigen Sport viel leistungsfähiger und dank der Gymnastik auch beweglicher geworden, berichtet der 76-Jährige. Und er fühle sich
sicherer, da er gelernt habe, sich leistungsmäßig selbst besser einschätzen zu können. Nicht ohne Stolz sagt er: „Ich schaffe mittlerweile auf dem Ergometer länger als eine halbe Stunde eine Dauerwattzahl von 70 bis 80 Watt zu treten. Früher war bei 50 Watt Schluss.“  www.krankenhaus-dueren.de

Foto: KHS Düren